Meine Ziele

Bild: Ulf Dreßen

Meine Ziele für Würselen:

Wohnen

Ich wünsche mir, dass alle Menschen genauso gerne in unserer Stadt leben, wie meine Familie und ich. Dazu gehört guter und bezahlbarer Wohnraum für alle. Der Druck nach mehr Wohnraum steigt auch in Würselen. Ich möchte, dass man in unseren Stadtquartieren gut leben kann und die Bedürfnisse des täglichen Lebens abgedeckt sind. Hierfür muss die Stadt durch eine effiziente Stadtentwicklung die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Wir brauchen sowohl neue Wohnungen als auch eine Nachverdichtung in vorhandenen Ortsbereichen, denn unsere bebaubaren Flächen sind endlich und wir können und wollen im Sinne des Naturschutzes nicht immer weitere Flächen versiegeln. Bei allen Wohnbauprojekten in unserer Stadt werden wir einen hohen Anteil öffentlich geförderter Wohnungen von mindestens 30% einfordern, um Wohnraum bezahlbar zu machen. Gerne möchte ich eine Art Tauschbörse initiieren, bei der z.B. ältere Menschen, die kleinere Wohnungen suchen, ihre Wohnungen mit jungen Familien, die mehr Wohnraum brauchen und nicht finden, in Kontakt zu bringen.

Stadtentwicklung

Zum guten Wohnen gehört beste Infrastruktur und eine auf die Menschen zugeschnittene Stadtentwicklung. Alle Einrichtungen des täglichen Bedarfs kann man in Würselens Quartieren weitgehend besuchen und nutzen. Eine ausreichende Versorgung mit Ärzten, Apotheken und Geschäften des täglichen Bedarfs, das Vorhalten von Schulen, Kindertagesstätten, Sport- und

Kulturstätten, Naherholungsbereichen und eine gute Verkehrsanbindung sowie eine gute Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum gehören zu guter Stadtentwicklung. Diese Grundsätze sind mir wichtig. Als ausgebildeter Architekt wünsche ich uns allerdings mehr Mut für neue innovative Konzepte. Mit den Entwicklungsbereichen auf dem Singergelände und auf dem ehemaligen Kinkartzgelände haben wir die Chance, neue Wege zu gehen mit guter Architektur für die zukünftigen Bewohner aber auch für neue moderne Facetten im Stadtbild.

Umwelt und Klimaschutz

Unsere Umwelt ist die Basis alles Seins. Wir werden die Schäden an unserem Ökosystem Erde nicht rückgängig machen können. Schaffen wir es nicht, die Belastungen durch unsere Lebensweise für unser Ökosystem Erde, von und auf dem wir alle leben, drastisch zu reduzieren, hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln eine schwere Hypothek. Als Optimist bin ich der festen Überzeugung, dass wir gegensteuern können. Die Erderwärmung verdeutlich uns allen, wie wichtig eine nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung für unser Erde ist. Aber auch müssen! Und da fängt es bei jedem/r einzelnen an. Jeder Mensch kann dazu beitragen, unsere Erde zu retten. So haben wir auch in der Kommune die Chance Maßnahmen zu ergreifen und können hier bei uns in Würselen unseren verantwortlichen Beitrag leisten, um zu helfen unser Ökosystem zu erhalten. Die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs gehört genauso dazu wie die stärkere Nutzung von Strom aus erneuerbarer Energie und Wiederverwertung bis hin zur energieautarken Stadt oder Region. Wir müssen der weiteren Versiegelung entgegenwirken und mit intelligenten Lösungen wieder mehr Wasser von versiegelten Flächen dem Grundwasser zuführen. Ein weiterer Baustein ist ein Energiemonitoring bei unseren städtischen Gebäuden und Liegenschaften um mit geeigneten, auch digitalen Lösungen, den eigenen Energiebedarf zu reduzieren. Bei den städtischen Waldflächen setze ich darauf, verstärkt heimische Sorten anzupflanzen, die mit weniger Wasser auskommen und dem Borkenkäfer widerstehen können. Auf unseren Grünflächen und beim Straßenbegleitgrün sollten wir intensiv Wildblumen, Gehölze und Stauden anpflanzen, die den Bienen ausreichend Blüten bieten.

Verkehr

Wir haben aber auch ein Verkehrsproblem. Das korrespondiert mit dem Thema Klima. Viel zu viel Verkehr belastet unsere Straßen. Wir möchten alle bessere Luft und mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Deshalb werden wir in den Dialog mit der Bevölkerung unserer Stadt treten, wie wir mehr Leute dazu bringen, auf das Rad oder den ÖPNV umzusteigen. Dazu brauchen wir mehr und bessere Radwege und einen attraktiven ÖPNV. besser machen können, um attraktive Angebote anbieten zu können und den Individualverkehr einzudämmen. Ein Baustein wird die Regiotram sein, die dazu beitragen kann, die Pendlerströme des Nordkreises in die Stadt Aachen und zurück neu zu ordnen und den Dauerstau vormittags und nachmittags auf der B57 zu reduzieren. ÖPNV wird dort gut angenommen, wo das Liniennetz stimmt, die Taktung stimmt und der Preis stimmt. Hier können und hier müssen wir gemeinsam mit unseren Nachbarkommunen noch viel erreichen. Flexible Arbeitszeitmodelle können ein weiterer Baustein sein, die Staus in den Stoßzeiten auf unseren Straßen zu minimieren. Dazu können die Verwaltung und städtische Einrichtungen einen Beitrag leisten.

Würselen Wohlfühlen: sicher und sauber

Sicherheit und Sauberkeit in einer Stadt sind weitere wesentliche Aspekte, bei denen wir in Würselen noch besser werden können. Unsere Stadt hat so viele schöne Ecken und Plätze. Schade, dass an manchen Stellen immer noch wilder Müll abgeladen wird, als ob es keine Mülleimer gäbe. Ich möchte allen raten, die dafür aufgestellten Behälter oder den Wertstoffhof intensiv zu nutzen. Weniger Müll macht Spaß! Denn auch in der Stadt gilt, was bei uns allen zu Hause gilt. Da wo man sich wohlfühlt, identifiziert man sich mit seiner Umgebung. Das möchte ich gerne für Würselen noch stärker erzielen. Auf allen Plätzen oder an den Bushaltestellen muss man sich zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher und wohlfühlen können. Hier sind wir alle in unserer Stadtgesellschaft aufgefordert dazu beizutragen. Beitragen können auch alle dabei, unsere Stadt bunter zu machen, sie mit Blumenschmuck an Häusern zu verschönern und eine schöne Atmosphäre zu verbreiten. Würselen sollte anstreben eine im wahrsten Sinne blühende Stadt zu werden.

Wirtschaft und Arbeit

Mit dem Gewerbegebiet Aachener Kreuz und dem zukünftigen Gewerbegebiet Merzbrück verfügt Würselen über große Flächen für florierendes Gewerbe und große Potenziale für die Ansiedlung von neuen Firmen, die wir in unserer Region auch dringend brauchen. Ergänzt durch das Rhein-Maas-Klinikum als größtem Arbeitgeber in der Stadt und durch den lokalen Handel, Handwerk und Gewerbe ist Würselen neben dem Oberzentrum Aachen der Gewerbestandort Nummer 1 der Region. Wir weisen einen Einpendlerüberschuss aus. Das bedeutet, es kommen mehr Leute von auswärts nach Würselen, um hier zu arbeiten, als Würselener, die zur Arbeit aus unserer Stadt auspendeln. Unser Wirtschaftsstandort ist sehr vielseitig aufgestellt. Das ist gut, denn so sind wir breit aufgestellt und nicht so sehr den Konjunkturschwankungen einzelner Branchen mit all ihren Risiken ausgesetzt.

Wirtschaftspolitik und die Schaffung von Arbeitsplätzen ist Chefsache. Ich sehe mich und die Verwaltungsspitze in der Pflicht, hier weiterhin initiativ zu werden und gute Strategien zu entwickeln, Unternehmen anzusiedeln und drohenden Leerständen in unseren Geschäftsstraßen entgegenzuwirken. Leerstandsmanagement und die Vermittlung von interessierten (Jung)Unternehmern/innen sowie ein positives Klima für StartUps sind notwendig und reizvoll. Dabei sind fairer Handel und gute Arbeitsbedingungen die Messlatte für mein wirtschaftspolitisches Engagement.

Die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Entwicklung neuer Lebensperspektiven vor dem Hintergrund der Digitalisierung werden in Zukunft von besonderer Bedeutung für unsere Stadt sein. Ich habe den Anspruch, diese Transformation nicht nur zu begleiten oder abzuwarten, sondern sie aktiv und im Sinne der hier lebenden Menschen zu gestalten.

Verwaltung

Ich freue mich auf die Aufgabe als Verwaltungschef einer Verwaltung von … Kolleginnen und Kollegen. Dieser Aufgabe zolle ich durchaus Respekt. Ich habe nicht den Anspruch alles zu wissen und schon gar nicht alles besser zu wissen. Ich bin auf die Expertise unserer Fachleute in allen Verwaltungsbereichen angewiesen und freue mich über dieses Knowhow und viele gute Ideen und Anregungen. Darum ist es mir wichtig, eine gute Mannschaft teamorientiert zu führen und für eine angenehme und transparente Struktur zu sorgen, für ein Rathaus, in dem die Bürgerinnen und Bürger sich gut mit ihren Anliegen aufgehoben fühlen. Und mir ist es wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen gerne zur Arbeit kommen, sich wohlfühlen und wir faire Löhne und Gehälter zahlen und

die Ausbildung nicht vernachlässigen. Notwendigen Veränderungen in Abläufen, Zuständigkeiten, Einsatz von digitalen Medien, aber auch bzgl. anderer Arbeitszeitmodelle bin ich sehr aufgeschlossen und möchte ich gerne gemeinsam mit Belegschaft und Personalrat erarbeiten.

Kitas

In Afrika gibt es ein Sprichwort: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen. Was gemeint ist, man braucht Gemeinschaft. Dörfliche Strukturen gibt es so heute nicht mehrt. Aber Gemeinschaft findet heute anderswo statt, z.B. in den Kindertageseinrichtungen. Gerade hier wird Gemeinschaft gelehrt und gelebt.

Bildung ist ein lebenslanger Prozess. Sie beginnt im Kindergartenalter. Ich freue mich, dass wir tolle Kindertagesstätten in Würselen haben und neue KiTas bauen bzw. vorhandene KiTas ausbauen. Jüngste Beispiele sind die DRK-KiTa im Stadtgarten, der Neubau der AWO-KiTa an der Morsbacher Straße oder auch der Neubauteil der städtischen KiTa in Bardenberg. Wir passen unsere Plätze den Zahlen und Bedürfnissen nach guter Betreuung und bester frühkindlicher Bildung an. Das ist bei den Regelkindergartenplätzen wie auch bei den Plätzen für die U3-Betreuung so.

Mir ist jedes Kind gleich viel wert. Losgelöst von der Finanzierung durch das Land fordere ich, die KiTa-beiträge abzuschaffen. Es darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein, ob Kinder eine gute Bildung erfahren. Von der KiTa bis zum Master: Bildung muss kostenfrei sein. Nach dem Ende des Stärkungspakts NRW haben wir auch die finanziellen Spielräume, das umzusetzen.

Schulen

Wir haben in Würselen eine gute Schullandschaft. Wir bieten in allen Stadtteilen moderne Grundschule an. Kurze Beine und kurze Wege. Dabei bringen wir die Grundschulen sukzessive auf einen neuen modernen Stand, wie z.B. aktuell die Grundschule Scherberg und die Grundschule Würselen-Mitte, wobei wir auch die OGS-Plätze stetig dem steigenden Bedarf anpassen. Auch hier gilt, was auch für die KiTas gilt. Ich plädiere dafür, die Gebühren für die Offene Ganztagsgrundschule ebenfalls abzuschaffen. Denn Bildung soll ja gebührenfrei sein, von der KiTa bis zum Master.

Mit dem Neubau der Gesamtschule haben wir eine topmoderne nach neuesten Standards ausgestattete Schule gebaut. Das PublicPrivatePartnership-Modell hat sich bewährt. Die Schule ist in der geplanten Zeit und im geplanten Finanzrahmen gebaut worden. Für die neue Gesamtschule werden wir bereits aus den Nachbarkommunen beneidet. Mit dem Umbau bzw. Neubau des Städtischen Gymnasiums werden wir auch ähnliche Wege gehen können, sodass wir auch hier den Schülerinnen und Schülern in Zukunft beste und modernste Lernbedingungen anbieten können.

Jugend

Unsere Jugendlichen treffen sich nicht nur in der Schule oder in den Sozialen Medien. Sie brauchen mehr Jugendeinrichtungen und Aufenthaltsbereiche, in denen sie sich treffen können, gemeinsam die Freizeit verbringen können, experimentieren können und wo sie sich akzeptiert fühlen. Im Stadtgarten und in den Quartieren müssen sie ihren Platz finden können, wo sie gemeinsam kreativ werden können, sich sportlich, (auch außerhalb der Vereine) betätigen können oder gemeinsam Musik machen können. Wir sollten unsere Jugendtreffs stärken und Angebote zur politischen teilhabe initiieren.

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Sport

Die Sportlandschaft in unserer Stadt ist in Bewegung und muss sich auf veränderte Lebensweisen einstellen. Traditionsvereine schließen sich zusammen und gehen gemeinsame Wege. Für mich ist wichtig, dass wir in jedem Stadtteil gute Sportanlagen vorhalten. Mit dem neuen Kunstrasenplatz mit natürlichem Korkgranulat im Drieschfeld haben wir den Einstieg bestritten. Es werden die Fußballplätze in Bardenberg und Linden-Neusen folgen. Mit dem neuen Sportzentrum neben dem Aquana schaffen wir auch für die Leichtathleten und die Beachvolleyballer neue Angebote in Würselen. Die Handballer in Broichweiden brauchen endlich eine Entscheidung für eine neue Halle im Ortsteil. Ich bin sehr gespannt auf die Lärmschutzgutachten für einen Neubau der Halle Parkstraße. Davon wird abhängig sein, ob wir die von den Vereinen favorisierte Lösung an der Parkstraße realisieren können oder doch einen anderen Standort auswählen müssen. Die Ergebnisse der Gutachten müssen schnellstens auf den Tisch, um hier weiter zu kommen.

Kultur

Die Erneuerung und Neukonzeption des Kulturzentrums Altes Rathaus ist überfällig. Ich wünsche mir hier ein noch offeneres Haus mit Bücherei, vielen Kulturinitiativen und ideenreichen Künstlern. Synergien sehe ich darin, die inhaltliche und konzeptionelle Planung mit der erfolgreichen Führung der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein zu verzahnen oder zu vereinen. Die Freilichtbühne ist weit über die Stadtgrenzen bekannt und lockt jedes Jahr tausende Besucher auf die Burg nach Bardenberg.

Für unsere kulturtreibenden Vereine wird die Aula des Gymnasiums als städtische Veranstaltungshalle im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes umgebaut und auf einen neuen Stand gebracht. Für Broichweiden werden wir ebenfalls im Rahmen der Stadtteilrahmenplanung Vorschläge für einen durch die Vereine nutzbaren Veranstaltungsort entwickeln.

Die erfolgreiche Arbeit der Kulturstiftung konnte viele Kulturinitiativen unterstützen. Das möchte ich gerne fortführen. Mit der Jugendmusikschule und der Kunstakademie haben wir erfolgreiche Initiativen für die musikalische und künstlerische Weiterbildung von Groß und Klein.

Zusammenhalt

Der Zusammenhalt ist mir in vielerlei Hinsicht wichtig. Zum einen der Zusammenhalt zwischen den Generationen und der Zusammenhalt vor Ort in den Quartieren. Aber auch der Zusammenhalt zwischen den Menschen, die hier her sind und denen, die zu uns kommen, aus welchen Gründen auch immer. Mir ist eine offene, plurale Gesellschaft wichtig, in der Jede und Jeder akzeptiert und toleriert wird. Respekt untereinander ist das Rezept für ein friedvolles Miteinander. Das möchte ich gerne vorleben und das erwarte ich von unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Hass und Ausgrenzung sind für mich keine Alternative.